Vor drei Wochen war mein letzter offizieller Arbeitstag, bevor ich nach fast 38 Jahren am Kollegium in den Ruhestand gehe. Diese Möglichkeit möchte ich nutzen, um eine Rückschau auf all diese Jahre zu halten. Das Kollegium Kalksburg ist nicht nur eine Schule, sondern eine Gemeinschaft und ich bin dankbar, fast 38 Jahre dieser Gemeinschaft angehört zu haben!

Über den „regulären“ Schulbetrieb hinaus

Besonders geschätzt habe ich die „Unterbrechungen“ des normalen Schulbetriebes und die vielen zusätzlichen Aktivitäten, bei denen ich noch einen viel besseren „Draht“ zu den SchülerInnen herstellen und so das gegenseitige Verständnis wachsen konnte!

Hier soll nur eine Auswahl dieser besonderen Situationen meines Schullebens erwähnt werden: 22 Jahre Klassenvorstand mit Elternabenden, Heurigen und Projekttagen; eine Periode Lehrervertreterin; Wintersportwochen, Sommersportwochen, Sportfeste mit Großgymnastik für alle SchülerInnen des KK, Organisation von UKS-Wettkämpfen (Schilauf, Geländelauf, LA-Dreikampf); FISEC-Spiele in den Sommerferien; Fachkoordinatorin für GWK; Messgestaltungen (Gitarre und Gesang), Unterstützung des Schulchores und Chorausflug; IBOBB; TKK: Testerin für das Bildungsministerium; Betreuung des Veranstaltungsarchives und des Schaukastens im Freien. Abseits des Unterrichtens gab es also für mich viele Betätigungsfelder, die mein Schulleben um vieles bereichert haben.

Maria Polak in jungen Jahren

In besonderer Erinnerung sind mir die „Schitage des KKs“ am Josefsberg in Niederösterreich geblieben. Fast alle SchülerInnen und ProfessorInnen waren auf Ski unterwegs, die Anfahrt zum Schigebiet wurde mit sechs großen Bussen bewältigt und vor Ort gab es für die besonders Sportlichen auch ein Skirennen. Zwar organisatorisch eine Herausforderung, war es für alle Beteiligten jedes Jahr im Frühling ein besonderes Erlebnis. 

Gemeinschaft stärken

Im Kollegium gibt viele Möglichkeiten, Gemeinschaft zu fördern – ich erinnere mich sehr gerne an die unzähligen „Lehrerausflüge“, die uns immer wieder zu kulturellen „Highlights“ geführt haben und natürlich auch mit einem gemütlichen Umtrunk beendet wurden. Als Beispiele seien hier Pannonhalma (Schule und Kloster), Györ oder Melk genannt.

Viel Freude hat mir auch die „Neigungsgruppe Jazzgymnastik“ gemacht. Die Mädchen, aber auch einige Jungs, trainierten mit viel Eifer und so konnten viele unterschiedliche Choreographien einstudiert werden, die nicht nur beim alljährlichen Sportfest, sondern auch bei Festveranstaltungen der Union Katholischer Schulen präsentiert wurden. Auch zur Messgestaltung konnte so beigetragen werden, in dem das „Vaterunser“ getanzt wurde.

Ausblick

So verlasse ich die Schule mit einem lachenden und einem weinenden Auge – ich freue mich, ohne Schulstress, auf die vielen gemütlichen Stunden mit meiner Familie und all die Hobbies, die jetzt mein Leben bestimmen werden – hoffentlich wird Reisen bald wieder möglich sein; andererseits wird mir die Kommunikation mit den KollegInnen und natürlich auch mit den SchülerInnen und Eltern sehr fehlen! Am Ende meiner Rückschau darf ich euch noch meinen Slogan mitgeben: „Gehe mit einem Lachen in die Schule hinein und wieder heraus und dazwischen nie den Mut verlieren. Lass alle Probleme in der Schule und nimm Nichts mit nach Hause!“

Ich wünsche allen für die restlichen zwei Monate des Schuljahres alles Gute, Durchhaltevermögen und vor allem Gesundheit!

Zur Autorin

Prof. Maria Polak

ist als eine hochengagierte Kollegin anfang Mai in den wohlverdienten Ruhestand gegangen.

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