Seit zwölf Jahren besuche ich schon das Kollegium Kalksburg. Im Zuge meiner Schullaufbahn habe ich nicht nur fachlich, sondern auch auf sozialer Ebene viel gelernt. Ein Aspekt, der uns von vielen anderen Schulen abhebt, ist die wunderbare Schulgemeinschaft. Seien es die Professoren, die meist sehr verständnisvoll und zuvorkommend mit uns Schülern umgehen, die Nachmittagsbetreuung im Tagesinternat, die uns in jeder Situation Unterstützung bietet, oder wir Schüler selbst, die wir äußerst respektvoll und wertschätzend auch über die Altersgrenzen hinweg miteinander auskommen.

Leben in der Schulgemeinschaft

Schon in der Volksschule genoss ich die vielen Vorzüge, die unsere Schule bietet: Exkursionen, sportliche Aktivitäten, diverse Begabtenförderungen … An unserer Schule steht wirklich der Schüler und in weiterer Folge auch die Gemeinschaft im Mittelpunkt. Im Gymnasium angekommen, merkte ich schnell, dass einem viel Platz für Projekte gelassen wird. So nahmen wir im Rahmen des Biologie-Unterrichts an einem Projekt zum Thema „Boden“ teil, bei dem wir unter anderem den Boden im Umfeld unserer Schule analysierten, oder drehten in Eigenregie einen Film auf der Grundlage von Grillparzers „Der arme Spielmann“.

Schülervertretung des KK 2019/20

In dieser Schulgemeinschaft freut es einen umso mehr sich zu engagieren und für die Allgemeinheit einzusetzen, sodass es eigentlich nur eine Frage der Zeit war, bis ich Teil der Schülervertretung wurde. Im vergangenen Schuljahr war es dann so weit. Als ein starkes und verantwortungsvolles Team machten wir uns an die Arbeit. Wir stellten zwei Podiumsdiskussionen auf die Beine: die eine zum Thema Nachhaltigkeit & Mobilität, die andere im Zeichen der EU-Wahlen im Mai 2019. Zusätzlich riefen wir noch die Schülerzeitung „Das Ventil“ ins Leben, deren erste Ausgabe im Juni freudig angenommen wurde, und produzierten ein Video-Tutorial anlässlich des Umstiegs von Sharepoint auf Microsoft-Teams. Diese und noch eine Vielzahl kleinerer Projekte haben wir erfolgreich umgesetzt. Wir wollen den frischen Wind, den wir letztes Jahr ins Kollegium gebracht haben, weiterwehen lassen und uns dieses Schuljahr mindestens genauso engagiert zeigen wie im letzten.

Hingabe für die Schulgemeinschaft

Aber warum tue ich mir diese zusätzliche Arbeit überhaupt an? Die Frage ist eigentlich ganz einfach beantwortet: Während meiner gesamten Schullaufbahn erhielt ich immer Hilfe und Rückhalt aus der Schulgemeinschaft – und dieses Entgegenkommen möchte ich gerne durch meine Arbeit in der Schülervertretung zu einem Teil an die Gemeinschaft zurückgeben. Wie Antoine de Saint-Exupéry einmal sagte: „Gemeinschaft ist nicht die Summe von Interessen, sondern die Summe an Hingabe.“ Die Schülervertretung setzt sich nicht nur für die Interessen der Schülerinnen und Schüler ein, sondern bietet einem auch persönlich viel Platz verschiedene Tätigkeiten auszuprobieren. Ob es nun die Organisation der zuvor erwähnten Podiumsdiskussionen, die Gespräche, die im Zuge des Schulgemeinschaftsausschusses geführt werden, sind, oder die Möglichkeit, sich im Wiener „SchülerInnenparlament“ für bildungspolitische Themen einzusetzen. Alles in allem eine einmalige Erfahrung!

Zum Autor

Maximilian Dürschmidt
Maximilian Dürschmied

Schüler der 8. Klasse

Schülervertreter und Mitglied des Schulgemeinschaftsausschuss

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