Das Kollegium Kalksburg: seit meiner frühen Kindheit wohne ich gegenüber diesem eindrucksvollen Gebäude. Von daher war es klar, dass ich mir beim Tag der offenen Tür die Schule zumindest einmal ansehen würde.
2006 betrat ich erstmals die Volksschule des Kollegiums. Zunächst staunte ich nicht schlecht über die hohen Decken in der Schule und über den riesigen Spielplatz hinter dem Gebäude. Aber das war nur der erste von unzähligen Eindrücken, die ich in den folgenden zwölf Jahren dort gewinnen sollte.

Begeisternd und motivierend

Während mir von meinen Jahren in der Volksschule hauptsächlich die sozialen Projekte (z.B. das Basteln von Glückwunschkarten für das Rote Kreuz) und die liebevolle Betreuung im Tagesinternat (inklusive unvergesslicher Ausflüge!) in Erinnerung geblieben sind, haben sich die folgenden acht Jahre im Gymnasium weit stärker eingeprägt. Beim Primanertag entdeckte ich im Biologiesaal zahlreiche Tierpräparate und ein altes Menschenskelett. Das entfachte meine Begeisterung für die Biologie, die mir bis heute geblieben ist – und die mich nach der Matura maßgeblich bei meiner Studienwahl beeinflusst hat. Da diese Neigung auch den Professoren schnell auffiel, kam ich im Lauf meiner Schulzeit in den Genuss zahlreicher Teilnahmemöglichkeiten an internationalen Wissenschaftsprojekten oder Wettbewerben und konnte mich in einer motivierenden Lernatmosphäre meinen Talenten entsprechend entwickeln.

Gespräche bei der Pfingstvirgil

Die schönsten Erinnerungen an meine Schulzeit beziehen sich dennoch auf die Gemeinschaft, die ich, unterstützt von Lehrern und Präfekten, mit meinen Schulkollegen formen konnte. Der Schulchor und die gesangliche Begleitung unserer Schulgottesdienste waren beispielsweise wunderbare Gelegenheiten, einerseits meinen persönlichen Glauben zu entdecken und zu vertiefen und andererseits gemeinsam mit meinen Freunden zu musizieren und mich mit ihnen auszutauschen. Auch blicke ich besonders gern zurück auf die Sozialprojekte, welche wir als Klassengemeinschaft unterstützt haben (sowohl lokal als auch beispielsweise in Form einer Reise in ein rumänisches Roma-Dorf): Diese waren es, die mich letztlich nicht bloß zu einer begeisterten Wissenschaftlerin, sondern zu einem empathisch denkenden, kritisch hinterfragenden Menschen geformt haben.

Traditionell und modern

Das Kollegium zeichnet sich nicht nur durch seine Geschichte als Bildungsstätte junger Leute aus, sondern nach auch durch die Kombination von traditioneller Wertevermittlung und zeitgemäßen Bildungsmethoden. Das ist es, was es uns Maturanten ermöglicht, über Generationen die wertvollsten Lebensweisheiten und Lektionen in unser weiteres Leben mitzunehmen.

Sabine Schramek mit ihrer Italienisch-Gruppe

Ich blicke dankbar und freudig zurück auf die prägende Zeit, die ich im Kollegium Kalksburg verbringen konnte und auf sämtliche Erfahrungen, die ich in den zwölf Jahren gesammelt habe.

Zur Autorin

Sabine Schramek
Sabine Schramek

war zwölf Jahre Schülerin am Kollegium Kalksburg.

Maturajahrgang 2018

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