„Die Klugheit hat zwei Augen: eines, das voraussieht, was man zu tun hat; das andere, das nachher besieht, was man getan hat.“  Ignatius von Loyola

Im vergangenen Jahr wurde in Bezug auf Corona viel getan, auf das man lieber gänzlich verzichtet hätte. Dennoch sind wir alle gemeinsam diesen fordernden Weg gegangen und haben aus gegenseitiger Rücksicht und gesellschaftlicher Solidarität das Beste daraus gemacht. Dies haben wir für ein wertschätzendes und respektvolles Miteinander getan.

Nach einer verdienten Sommerpause für unsere SchülerInnen und LehrerInnen gleichermaßen, greift das neue Schuljahr das Thema Corona pandemiebedingt erneut auf. Unser eingeschworenes Test-Koordinations-Team weiß, dass sich dieses Schuljahr wieder an Infektionszahlen und anderen pandemischen Indikatoren orientieren wird. Doch bringt Koordination in diesem Zusammenhang erfreulicherweise auch Partizipation mit sich.

Beim gemeinsamen Bereitstellen der Testpakete lernt man sich untereinander besser kennen und bekommt gerade als Neuankömmling – wie ich einer bin – zusätzlich die Möglichkeit, sich auch mit den “eingesessenen” LehrerkollegInnen auszutauschen und ihnen bei coronabezogenen Anliegen mit Rat und Tat zur Seite zu stehen. Als Test-KoordinatorIn verbringt man seine Zeit raumgebunden im Sekretariat. So kommt man beiläufig auch in den Genuss, die administrativen Abläufe zu bestaunen – gerade am frühen Morgen, wenn die Telefonleitungen glühen und die Fingerkuppen mit der Tastatur zu verschmelzen drohen. Sind die ersten telefonischen Attacken erst einmal abgewehrt, tritt man aber auch mit der Administration in den wohlverdienten Austausch. Man merkt, dass alle an einem Strang ziehen und wir als Schulgemeinschaft auf die Herausforderungen erneut eingestellt sind. Wir können sowohl auf ein eingespieltes LehrerInnenteam, als auch auf konkrete Zahlen und Erfahrungswerte zurückgreifen.

Im Allgemeinen gilt es für jede Schule die Tatsache zu beleuchten, dass ein erheblicher Teil der SchülerInnen noch nicht auf den Schutz einer Impfung zurückgreifen kann. Denn für die ersten und zweiten Klassen der Sekundarstufe I ist das Verimpfen von Vakzinen aktuell noch nicht zugelassen.

Um unsere kleinsten SchulteilnehmerInnen und diejenigen zu schützen, die sich noch nicht für eine Impfung entschieden haben, wird verstärkt auf die Zuverlässigkeit von PCR-Tests gesetzt. Diese haben nicht nur den Vorteil, eine mögliche Coronavirus-Erkrankung am treffsichersten aufzudecken, sie sind auch bezüglich ihrer Handhabe und Anwendung für die Kinder wesentlich schonender. Des Weiteren können Ergebnisse – sofern diese dem Lehrpersonal verlässlich vorliegen – schnell eingesehen und der Unterricht somit schnellstmöglich fortgesetzt werden. Denn die Testprozeduren, wie sie im letzten Schuljahr zu Beginn des Tages bzw. der Schulstunden ausschließlich mit Antigen-Tests vonstattengingen, waren für alle Beteiligten alles andere als ein gemeinsam motivierender und prosperierender Auftakt in den morgendlichen Schulstart. Deshalb bietet uns die Plattform „Alles Gurgelt“ bei richtiger Abhandlung der Testschritte – insbesondere das Einhalten der Registrierung über die Kennung „Alles gurgelt – Schulen“ und dem persönlichen QR-Code – die Möglichkeit, unsere Umgebung im Schulalltag wieder etwas „Corona – neutraler“ in den Blick zu nehmen. Die Vergangenheit hat gezeigt, wie wichtig es ist, gemeinsam der Covid-19-Krise entgegenzutreten. Besonders wichtig für die Kinder und Jugendlichen ist es, in die Schule gehen und mit ihren Schul- und KlassenkammeradInnen und LehrerInnen weiterhin in Interaktion treten zu können. Wichtig ist es auch im Sinne von Ignatius, beide Augen offen zu halten, für das Vergangene und das Zukünftige, und sie nicht zu verschließen.

Zum Autor

Mag. Tobias Schipek

unterrichtet Geschichte und Sozialkunde/Politische Bildung und Geographie und Wirtschaftskunde.

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